Selbstkompetenz. Neu definiert.

Psychische Gesundheit und Lebensfreude

Immer mehr Menschen leiden an psychischen Erkrankungen - alleine in Deutschland betrifft dies jedes Jahr ca. 25% der Bevölkerung. Bei den häufigsten Krankheitsbildern Angststörungen, Depressionen sowie Störungen durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch ist immer auch mangelnde Selbstkompetenz ein treibender Faktor der jeweiligen Erkrankung.

espressoul definiert Selbstkompetenz erstmals in einem größeren Zusammenhang und bietet zugleich gut umsetzbare und kraftvoll wirksame Impulse zur Stärkung dieses wesentlichen Faktors für psychische Gesundheit. 
Basis ist „Das Buch der Selbstkompetenz“, das im Frühjahr 2022 erscheinen wird.

Definition nach Theissler / Schuster / Salig: 

Selbstkompetenz ist das bewusste Erwerben von Wissen über “die Grundstruktur und den Wesenskern der eigenen Persönlichkeit, des eigenen Denkens und Handelns” sowie die Umwandlung dieses Wissens ins Handeln.

Basis dieser Definition ist die Arbeit mit über 1.000 Patientinnen und Patienten. Da sich Selbstkompetenz mit vielfältigen Fragen beschäftigt, ist sie ein Konstrukt, das erst durch das Zusammenwirken mehrerer Komponenten entsteht. Das bedeutet: Je stärker und zahlreicher die einzelnen Komponenten wirken, desto stärker auch die Selbstkompetenz.

Die vielfältigen Komponenten der Selbstkompetenz 

Selbstkompetenz setzt sich aus Selbstwert, Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und Selbstfürsorge zusammen. Eine gute Selbstkompetenz in diesen Bereichen bedeutet:

  • Selbstverantwortung
    Du übernimmst die Verantwortung für dein Leben und bist dir bewusst, dass du selbst deinen Lebensweg bestimmst.
  • Selbstwahrnehmung
    Du kennst dich und deine Bedürfnisse, deine Träume, deine Ziele. Du weißt, was dir gut tut und was nicht.
  • Selbstakzeptanz
    Du stehst zu dir und deiner Vergangenheit, du vergibst dir Fehler und akzeptierst dich so, wie du bist. Mit allen Stärken… und auch mit allen Schwächen.
  • Selbstfürsorge
    Du sorgst gut für Dich - Deinen Körper, Deine Seele, Deinen Geist. Du weißt, was dir guttut und achtest auf deine Bedürfnisse.
  • Selbstwert
    Selbstwert ist das Bild, dass du von dir selbst hast. Es ist die grundlegende Einstellung dir selbst gegenüber und bildet die Basis für Selbstbewusstsein (nach außen), Selbstvertrauen (nach außen und innen) sowie die Selbstliebe (nach innen).
     

Wir glauben, dass diese Komponente sich auch untereinander bedingen und miteinander interagieren. So kann beispielsweise ohne eine gute Selbstwahrnehmung nicht die richtige Selbstfürsorge entstehen. Eine gute Selbstfürsorge sorgt wiederum für eine bessere Selbstwahrnehmung (z.B. das Wahrnehmen einer wohltuenden Tätigkeit; “Das fühlt sich gut an!”). Ein mangelnder Selbstwert führt zu einer nicht existierenden Selbstfürsorge. Ebenso glauben wir, dass Selbstwahrnehmung und Selbstwert eine Art Bedingung für die übrigen Elemente bilden. 

be the best YOU

„Ich habe das Gefühl, nur noch zu funktionieren" - „Ich spüre mich selbst überhaupt nicht mehr“. Das sind Sätze, die wir in unserer Arbeit in der Klinik oder Praxis sehr häufig hören. 

Psychische Belastungen nehmen immer mehr zu und damit auch die Zahl der entsprechenden Erkrankungen: Von Erschöpfung über Burnout, bis hin zu depressiven Störungen, die inzwischen zu einer wahren Volkskrankheit geworden sind. 

Das espressoul-Motto „be the best YOU“ steht für die kraftvolle Individualität, die in jedem von uns steckt. Es steht für die Selbstverantwortung, der bestmögliche Mensch zu sein, der wir mit unseren individuellen Fähigkeiten, Stärken, Schwächen und unserer Persönlichkeit sein können. 

Es geht nicht darum Andere zu idealisieren und Vorbildern nachzueifern, sondern vielmehr darum, die eigene Persönlichkeit so zu entwickeln, dass wir das Leben führen können, dass perfekt zu uns passt. 

Natürlich leben die meisten von uns in einem systemischen Konstrukt, in welchem scheinbar die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit nur bedingt möglich, bzw. erwünscht ist. Erziehung, kultureller und wirtschaftlicher Hintergrund, Freunde, Familie, Beruf formen uns – und nehmen uns oft genug die Freiheit, wir selbst zu sein. Wir erfüllen die Wünsche anderer Menschen und Institutionen, leben nach deren Regeln und Konventionen, auch wenn diese möglicherweise gar nicht unseren eigenen Werten entsprechen. Wir entfernen uns Stück für Stück von uns selbst.

Und dann… werden wir gelebt – anstatt zu leben. In unserer Arbeit in der Klinik oder Praxis begegnen wir oft Patienten, die unter der Last des Alltags gar keine oder nur noch wenig Lebensfreude spüren.

„be the best YOU“ meint eben auch das Wiederentdecken des eigenen Ichs, der eigenen Werte und der ganz persönlichen Lebensfreude. 
 

Der Begriff "Selbstkompetenz" 

Der Begriff "Selbstkompetenz" hat seinen Ursprung in der Pädagogik und wurde 1971 von dem deutschen Erziehungswissenschaftler Heinrich Roth geprägt. Nach seiner Definition ist ein Mensch nur dann pädagogisch mündig, wenn er in ausreichender Form Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz besitzt. Selbstkompetenz beschreibt er als die Fähigkeit, über sein Leben selbstverantwortlich zu bestimmen, es eigenständig zu gestalten und mit sich selbst zurechtzukommen (Ich-Fähigkeiten). Einer recht bürokratische Definition hat die deutsche Kultusministerkonferenz im Jahre 2011 verfasst, allerdings bezieht diese sich auf die Pädagogik. 

Obwohl der Begriff "Selbstkompetenz" seit vielen Jahren auch in der Rehabilitation sowie in der Psychologie und Psychotherapie verwendet wird, gab es hier bislang keine allgemeingültige Definition.

Der Grundgedanke zur Selbstkompetenz ist Jahrtausende alt. Schon Sokrates sagte: 
„Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“ 

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